Sichere Lagerung und Handhabung von Eisen(III)-chlorid-Lösung: Behältermaterialien, Leckagen und Erste-Hilfe-Maßnahmen
Von فريق Egy Chem Hub
Eisen(III)-chlorid (wissenschaftlich bekannt als Eisen(III)-chlorid oder Ferric Chloride) wird in der Wasseraufbereitung und in einigen industriellen Anwendungen eingesetzt und gelangt meist in Form einer wässrigen Lösung in die Anlage. Gemeint ist hier eine Eisen(III)-chlorid-Lösung mit einer Konzentration von 40 % (Ferric Chloride Solution 40 %); wobei die Formel FeCl₃ sich auf die wasserfreie Verbindung bezieht, während es sich bei dem Produkt um eine stark saure, rotbraune wässrige Lösung handelt (pH-Wert unter 1 gemäß Sicherheitsdatenblatt).
Dieser Artikel fasst zusammen, was Sicherheitsbeauftragte, Bediener und Einkäufer für die Lagerung, den Transport und den Umgang mit Unfällen wissen müssen. Er ergänzt das Sicherheitsdatenblatt (SDS) und ersetzt dieses nicht.
Produktdaten mit Auswirkungen auf den Umgang
Gemäß dem technischen Datenblatt (TDS) und dem Sicherheitsdatenblatt (SDS) für das Produkt ECH-FR4014:
- Spezifisches Gewicht 1,42 (±0,02) bei 20 °C.
- Vollständig wasserlöslich, Konzentration bis zu 40 % (±2 %) nach Gewicht.
- Verpackung: HDPE-Fässer mit einem Fassungsvermögen von 280 kg, IBC-Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1.400 kg sowie Lieferung als Schüttgut.
- Haltbarkeit: 12 Monate.
- Lagerklasse 8B (nicht brennbare ätzende Stoffe).
Hauptgefahren
Das Signalwort im Sicherheitsdatenblatt lautet „Danger“, und die Einstufung gemäß CLP-Verordnung lautet wie folgt:
| Symbol | Text gemäß SDS | Praktische Bedeutung |
|---|---|---|
| H290 | Kann Metalle angreifen. | Greift die meisten Metalle an und kann bei Kontakt mit einigen davon Wasserstoff entwickeln |
| H302 | Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. | Gesundheitsschädlich bei Verschlucken |
| H314 | Verursacht schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden. | Verursacht schwere Verätzungen der Haut und Augenschäden |
| H318 | Verursacht schwere Augenschäden. | Kann schwere Augenschäden verursachen |
Das Datenblatt enthält unter anderem folgende Sicherheitshinweise: P234 (Nur in der Originalverpackung aufbewahren), P260 (Nebel, Dämpfe oder Sprühnebel nicht einatmen) und P264 (Nach der Handhabung Hände gründlich waschen), P280 (Handschuhe, Schutzkleidung sowie Augen- und Gesichtsschutz tragen) sowie P304+P340 (Bei Einatmen: die betroffene Person an die frische Luft bringen und in einer für die Atmung bequemen Position halten), P405 (unter Verschluss aufbewahren), P406 (in einem korrosionsbeständigen Behälter mit korrosionsbeständiger Innenauskleidung lagern) und P501 (Inhalt und Verpackung gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen). Außerdem enthält das Sicherheitsdatenblatt weitere Anweisungen für den Fall des Verschluckens sowie bei Haut- und Augenkontakt.
Zwei wichtige Hinweise:
- Das Datenblatt warnt davor, dass der Kontakt mit reaktiven Metallen wie Aluminium, Blei und Zink große Mengen an Wasserstoff erzeugen kann, was eine Explosionsgefahr darstellt. Daher ist das Rauchen verboten und Zündquellen sind von Lager- und Entladeorten fernzuhalten.
- Die Einstufung ist stets dem Sicherheitsdatenblatt zu entnehmen, das der erhaltenen Lieferung beiliegt.
Persönliche Schutzausrüstung
Da die Lösung als hautätzend (H314) eingestuft ist, ist Schutzausrüstung für alle Personen, die damit umgehen, vorgeschrieben:
- Hände: Geeignete Handschuhe. In den Sicherheitsdatenblättern werden Naturkautschuk, Chloropren (Neopren), Nitril, Butyl und PVC genannt. Die Durchdringungsdaten der Handschuhe sind beim Hersteller zu überprüfen.
- Augen und Gesicht: Schutzbrille (Goggles) oder Gesichtsschutz.
- Körper: Chemikalienbeständige Schutzschürze und geschlossene Schuhe.
- Atemwege: Bei hohen Konzentrationen oder bei Bildung von Sprühnebel ein Atemschutzgerät mit integriertem Filter.
- Hygiene: Hände vor Pausen und nach Arbeitsende waschen; am Arbeitsplatz weder essen, trinken noch rauchen; kontaminierte Kleidung vor der Wiederverwendung waschen.
- Ausreichende Waschmöglichkeiten in der Nähe der Arbeitsplätze bereitstellen.
Belüftung und Vermeidung von Sprühnebel
Das technische Merkblatt empfiehlt, die Behälter fest verschlossen zu halten, die Bildung von Aerosolen zu vermeiden und für ausreichende Belüftung mit lokaler Absaugung an kritischen Stellen wie Befüll- und Entleerungsöffnungen zu sorgen. Gemäß dem Sicherheitsdatenblatt darf das Produkt nur von Erwachsenen (ab 18 Jahren) gehandhabt werden, die in Bezug auf seine Gefahren geschult sind.
Werkstoffe für Behälter und Rohrleitungen
Grundregel: An keiner Stelle, an der die Lösung in Kontakt kommt, dürfen Metalle vorhanden sein. Bitte klären Sie die endgültige Auswahl mit dem Behälterhersteller unter Berücksichtigung der Konzentration und der Temperatur ab.
| Fall | Werkstoffe |
|---|---|
| Üblicherweise verwendete Werkstoffe | Polyethylen (darunter HDPE), Polypropylen, PVC, glasfaserverstärkter Kunststoff (FRP), gummibeschichteter Stahl sowie PTFE- und PVDF-Auskleidungen |
| Zu vermeidende Werkstoffe | Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Aluminium, Blei und Zink sowie die meisten Metalle im Allgemeinen |
Die gleiche Regel gilt für Pumpen, Ventile, Dichtungen und Schläuche; deren Verträglichkeit mit der Lösung ist vor der Installation beim Lieferanten zu überprüfen. Einige Tabellen der Lieferanten weisen darauf hin, dass bestimmte Edelstahlsorten unter bestimmten Bedingungen beständig sein können; ein behördliches Referenzwerk zur Wasseraufbereitung beschreibt sie jedoch als korrosionsanfällig, sodass sie nur mit schriftlicher Zustimmung des Lieferanten verwendet werden dürfen.
Sowohl das Sicherheitsdatenblatt als auch das technische Datenblatt schreiben vor, dass das Produkt ausschließlich in der Originalverpackung gelagert werden darf. Beim Umfüllen in einen Großtank liegen die Materialien des Tanks und der Anschlüsse in der Verantwortung des Standorts; daher muss deren Verträglichkeit vor dem ersten Umfüllen überprüft werden.
Unverträgliche Stoffe und Trennung
Gemäß dem Sicherheitsdatenblatt und dem technischen Datenblatt darf die Lösung nicht zusammen mit folgenden Stoffen gelagert werden:
- Metalle (siehe Gefahr durch Wasserstoffsgas oben).
- Laugen, da die Lösung mit diesen reagiert.
- Reduktionsmittel.
Lagern Sie die Lösung fern von diesen Stoffen, teilen Sie sich keine Abflussbecken oder Abflussleitungen mit ihnen und lassen Sie im Falle einer Leckage keinen dieser Stoffe mit der Lösung in Kontakt kommen.
Lagerbedingungen und sekundäre Auffangvorrichtungen
- Kühler, trockener und gut belüfteter Ort; Behälter müssen fest verschlossen sein.
- Unter Verschluss gemäß P405 und in einem korrosionsbeständigen Behälter mit einer entsprechenden Innenauskleidung gemäß P406 lagern.
- Es wird eine säurebeständige Auffangwanne (Bund) empfohlen, damit eventuelle Leckagen nicht in die Kanalisation oder ins Wasser gelangen. Das Fassungsvermögen der Wanne richtet sich nach den örtlichen Vorschriften des jeweiligen Landes und Standorts.
- Die Haltbarkeitsdauer beträgt gemäß den Produktangaben 12 Monate; es gilt das „First-in-First-out“-Prinzip, und die Eingangsdaten sind zu dokumentieren.
Kälte und Kristallisation
Konzentrierte Eisen(III)-chlorid-Lösungen können bei niedrigen Temperaturen kristallisieren; in einigen Sicherheitsdatenblättern wird darauf hingewiesen, dass bei der Lagerung sehr hohe oder sehr niedrige Temperaturen vermieden werden sollten. Daher wird geprüft, wie Tanks und Rohrleitungen im Winter vor Kälte geschützt werden können.
Es gibt keinen dokumentierten und allgemein anerkannten Kristallisationspunkt, der für jede 40-prozentige Lösung gilt; da die in den Sicherheitsdatenblättern der Lieferanten angegebenen Werte je nach Zusammensetzung variieren. Daher sollte vor der Planung der Isolierung oder Beheizung der Kristallisationspunkt der jeweiligen Lieferung beim Lieferanten erfragt werden; ein allgemeiner Wert wird nicht zugrunde gelegt.
Leckage: Was ist zu tun?
- Entfernen Sie unbeteiligte Personen, sorgen Sie für Belüftung und legen Sie Schutzausrüstung an, bevor Sie sich der Stelle nähern. Beachten Sie, dass der kontaminierte Boden extrem rutschig ist.
- Stellen Sie die Quelle ein, sofern dies ohne Risiko möglich ist, und entfernen Sie Zündquellen.
- Eindämmen Sie die Flüssigkeit mit Dämmen oder Barrieren, um eine Ausbreitung über eine große Fläche zu verhindern, und leiten Sie sie weder in die Kanalisation noch ins Wasser ab.
- Saugen Sie die Flüssigkeit mit Sand, Kieselgur oder einem Säurebinder auf, sammeln Sie das kontaminierte Material anschließend in geeigneten Behältern und entsorgen Sie es gemäß den Vorschriften als Sondermüll.
- Benachrichtigen Sie die zuständigen Behörden, falls die ausgelaufene Flüssigkeit in Gewässer, den Boden oder das Abwassernetz gelangt ist.
- Spülen Sie die Lösung nicht mit Wasser in die Kanalisation und reinigen Sie den Bereich nach der Beseitigung des Stoffes gemäß dem Standortplan.
Im Brandfall: Die Lösung ist nicht brennbar, jedoch kann bei Erhitzung Chlorwasserstoffgas freigesetzt werden. Wasser ist zum Löschen eines benachbarten Brandes geeignet, wobei ein starker Wasserstrahl zu vermeiden ist.
Erste Hilfe
Befolgen Sie das Sicherheitsdatenblatt und suchen Sie bei Haut- oder Augenkontakt, Verschlucken oder Einatmen der Substanz ärztliche Hilfe auf, da die Lösung als Verursacher schwerer Hautverbrennungen eingestuft ist:
- Augen: Spülen Sie die Augen sofort mit reichlich Wasser aus, entfernen Sie Kontaktlinsen, sofern dies problemlos möglich ist, und spülen Sie die Augen ununterbrochen weiter, bis medizinische Hilfe eintrifft; lassen Sie die betroffene Person anschließend von einem Arzt untersuchen.
- Haut: Entfernen Sie kontaminierte Kleidung sofort und waschen Sie die Haut mit reichlich Wasser oder unter einer Dusche ab. Suchen Sie ärztliche Hilfe auf, da der Kontakt schwere Verätzungen verursachen kann.
- Einatmen: Bringen Sie die betroffene Person an die frische Luft und sorgen Sie für eine bequeme Atemlage; suchen Sie bei Atembeschwerden sofort einen Arzt auf.
- Verschlucken: Spülen Sie den Mund gründlich mit Wasser aus und lassen Sie den Betroffenen in kleinen Schlucken Wasser trinken (zur Verdünnung). Erbrechen darf nicht herbeigeführt werden; suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf. Geben Sie einer bewusstlosen Person nichts über den Mund.
- Ersthelfer: Schützen Sie sich zuerst selbst. Die Notrufnummer finden Sie im ersten Abschnitt des Sicherheitsdatenblatts.
Transportklassifizierung
Gemäß dem Sicherheitsdatenblatt des Produkts und den Transportvorschriften ADR/RID, IMDG, ICAO-TI und IATA-DGR:
| Spalte | Wert |
|---|---|
| UN-Nummer | UN 2582 |
| Offizielle Versandbezeichnung | Ferric chloride, solution |
| Gefahrenklasse | 8 (Ätzende Stoffe), Klassifizierungscode C1 |
| Verpackungsgruppe | III |
| Meeresverschmutzender Stoff | Nein |
Der Sendung muss das Sicherheitsdatenblatt beiliegen, und die Behälter müssen mit den für Klasse 8 vorgeschriebenen Etiketten versehen sein. Das Transportunternehmen sollte vor der Verladung die örtlichen Vorschriften prüfen.
Kurze Checkliste vor dem Kauf
- Fordern Sie das aktuellste Sicherheitsdatenblatt (SDS) und das technische Datenblatt (TDS) an und vergleichen Sie diese mit den Anforderungen Ihres Standorts.
- Legen Sie das Material für Behälter, Rohrleitungen und Dichtungen fest und lassen Sie dies vom Hersteller bestätigen.
- Stellen Sie eine Auffangwanne, geeignete Dämme und Absorptionsmittel sowie Augen- und Hautspüleinrichtungen bereit.
- Fordern Sie vor dem Winter den für Ihre Lieferung festgelegten Kristallisationsgrad an.
- Schulen Sie die Mitarbeiter in den Bereichen Entladen, Umgang mit Leckagen und Erste Hilfe.
Um ein Angebot oder technische Spezifikationen anzufordern, wenden Sie sich bitte an das Team von Egy Chem Hub.


